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Pädagogische Bedeutung

„Für eine intakte Gesellschaft ist es von großer Bedeutung, dass junge Menschen Gemeinschaftserfahrungen sammeln, dass sie das Miteinander als etwas Positives erleben und dass sie lernen, in der Gruppe ihre Position und ihre Aufgaben zu finden. Deshalb kommt Klassenfahrten, bei denen diese Ziele einen besonderen Stellenwert haben, in der Erfüllung der erzieherischen und bildungspolitischen Aufgabe der Schule hohe Bedeutung zu."

 

… heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Verbandes Deutscher Schullandheime, des Bundeselternrates und des Deutschen Jugendherbergswerkes.

 

In Anbetracht gesellschaftlicher Entwicklungen, die zunehmend die Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder unberücksichtigt lassen, erlangt die Umsetzung einer Schullandheimpädagogik heute mehr denn je eine sozialpädagogische Bedeutung; haben wir Lehrerinnen und Lehrer doch die Chance, unsere Schülerinnen und Schüler eine Zeit lang der Reizüberflutung und anderen vielfältigen Einflüssen des Alltags zu entziehen und einmal ganz andere Einflüsse auf sie wirken zu lassen.

Ein vehementer Wandel des Umfeldes (veränderte Kindheit) stellt für Kinder durchaus eine Belastung dar; man denke nur an ständige Reize durch Fernsehen, Spielekonsolen, Computer und andere digitale Medien. Deshalb ist ein Ziel unserer Schullandheimpädagogik, Kindern wenigstens für eine kurze Zeitspanne die Erfahrung eines ruhigeren, überschaubaren Lebens zu vermitteln. Jeder Mensch ist darauf angewiesen, Phasen der Ruhe – auch in der Gruppe – zu  erfahren.

Für diesen pädagogischen Ansatz bietet das Schullandheim der Osningschule - mitten in der unberührten Landschaft des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer gelegen - denkbar gute Voraussetzungen.

Während eines Schullandheimaufenthaltes lernen Kinder Dinge, die ein Vormittagsunterricht in der Schule nicht so intensiv vermitteln kann: Selbstständigkeit, Rücksichtnahme, die Notwendigkeit sozialen Denkens und Handelns und eine Menge Inhalte eines neuen Erfahrungsbereichs, an die Kinder mit einer offenen Fragehaltung herangehen. In unserem Heim leben und lernen Kinder in einer überschaubaren Gruppe von nur 2 Klassen – ein nicht zu unterschätzender Vorteil im Vergleich zu 150-Betten-Heimen!

Einen Schullandheimaufenthalt kann man mit Fug und Recht als „Intensivkurs im Bereich ‚soziales Lernen’“ bezeichnen.